Die Gründung des Schützenvereins Herbstein erfolgte am 5. Juli 1863, es kann aber ein weitaus älteres Schützen- wesen in der Stadt Herbstein nachgewiesen werden. Bereits ab dem Jahre 1611 bestand eine Schützenvereinigung oder Bürgerkompanie, die für Ordnung und Sicherheit zu sorgen hatte. Der neu gegründete Schützenverein besaß einen Schießstand am Gallberg und veranstaltete in den Sommermonaten regelmäßige Preisschießen und Schützenfeste. Im Jahre 1877 wurde durch die Gründung des Kriegervereins der Schützenverein aufgelöst, der Schießstand am Gallberg wurde aber weiterhin genutzt. Nach dem ersten Weltkrieg kam das Ende des Kriegervereins, so dass man sich wieder auf den Schützenverein konzentrierte. Die Wiedergründung erfolgte im Jahr 1927. Zunächst übte man den Schießsport im Saal Böttinger (Zum Lamm) mit dem Luftgewehr aus. In den folgenden Jahren wurde ein neuer Schießstand in der Lanzenhainer Straße („In den Eisenkauten“) gebaut. Dieser in Eigenleistung erstellte Schießstand wurde von der Stadt Herbstein in den Jahren 1936/37 zu einem modernen Großkaliberstand erweitert. Mit Ausbruch des zweiten Weltkrieges wurde der Verein stark geschwächt. Im Jahr 1945 kam dann das Ende des Schützenvereines: Alle Sportwaffen, Urkunden und Pokale wurden vernichtet. Der Schießstand wurde ebenfalls zerstört. Ab 1950 begann das Schützenwesen sich wieder zu etablieren, so auch in Herbstein, wo 1952 erneut eine Wiedergründung des Schützenvereines erfolgte. Man baute den Schießstand in der Lanzenhainer Straße in Eigenleistung wieder auf. Ab dem Jahr 1956 konnte wieder neben dem Luftgewehrschießen im Saal Böttinger auch das KK-Schießen auf dem neuen Schießstand durchgeführt werden. Der Verein musste im Jahr 1966 erneut einen Rückschlag hinnehmen, der Schießstand wurde von der zuständigen Behörde aus Sicherheitsgründen geschlossen. Der Kostenvoranschlag zur Behebung der Mängel mit gleichzeitiger Modernisierung belief sich auf über 80.000 DM. Diese Summe konnte der Verein nicht aufbringen, der Schießstand wurde wiederum abgebaut. Auch das Schießen mit dem Luftgewehr im Saal wurde durch die Rundenwettkämpfe immer schwieriger, daher nahm man das Angebot der Stadt Herbstein an und beteiligte sich am Bau des Sportzentrums, wo der Verein im Keller einen separaten Schießraum erhielt. In den folgenden Jahren versuchte man erneut einem KK-Schießstand zu bauen, was mit dem Kauf einer ehemaligen Hühnerfarm in der Rhönstraße im Jahr 1979 begonnen wurde. Nach vierjähriger Bauzeit mit ca. 7700 freiwilligen Arbeitsstunden und ca. 216.500 DM Material- kosten wurde diese neue Schießhalle mit 6 Schießbahnen im November 1983 eingeweiht. Im Jahr 1984 wurden noch 8 Luftgewehrstände installiert, so dass der Verein den gesamten Schießbetrieb unter einem Dach durchführte. Da aber nicht gleichzeitig KK und Luftgewehr geschossen werden konnte, wurden im Jahr 1993 in einem Anbau 12 weitere Luftgewehrstände installiert. Dadurch konnte in der KK-Halle noch ein Sportpistolenstand eingebaut werden. Heute werden im Schützenverein folgende Disziplinen angeboten: Luftgewehr, Luftpistole, KK-Gewehr, Sportpistole, Freie Pistole. Neben den aktiven Schützen in allen Abteilungen werden auch zahlreiche Jugendliche im Schießsport ausgebildet. Zahlreiche Erfolge bei den Kreis- und Gaumeisterschaften sowie Teilnahmen an den Landesmeisterschaften zeigen die erfolgreiche Arbeit im Schützenverein Herbstein 1863 e. V.

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Schützenverein Herbstein

Rhönstraße 9

36358 Herbstein

 

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